06.06.2018 Ergotherapie: Führt Bewegungsmangel zu Schulproblemen?

Immer mehr Forschungen beschäftigen sich mit den Auswirkungen von Bewegungsmangel bei der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Neben dem Anstieg der adipösen Kinder in den letzten Jahren im Bundesdurchschnitt, beginnenden orthopädischen Problemen wie Rückenschmerzen und Fehlhaltungen sind auch viele Schulprobleme auf den Bewegungsmangel zurück zu führen. Der Grund: bei Kindern werden durch Bewegungsaufgaben in der Entwicklung wichtige Wahrnehmungssysteme (propriozeptive und vestibuläre Wahrnehmung) herausgebildet und gefördert. Diese sind die Grundlage für die weitere motorische und kognitive Entwicklung. Das heißt: sind gerade die vestibulären und propriozeptiven Systeme mangelhaft geschult und ausgebildet, kann es Auswirkungen auf den schulischen Alltag haben. Hier sind die Kinder angehalten, am Tisch ruhig zu sitzen (Propriozeption/ Gleichgewicht), einen Stift zu halten (taktil-haptische Wahrnehmung), dem Lehrer zu zuhören (auditive Wahrnehmung), von der Tafel abzuschreiben (visuelle Wahrnehmung/ taktil- haptische Wahrnehmung).

Somit kann bereits das Halten des Stiftes eine Herausforderung für das Kind werden. Der motorische Cortex in unserem Gehirn muss viel Energie aufbringen, um diese Aufgabe zu erfüllen. Somit bleibt wenig Energie übrig für Konzentration, Aufmerksamkeit und aktives Zuhören. Das Arbeitstempo verlangsamt sich, die Arbeitsleistung sinkt ab.

Ergotherapeuten sind sehr gut ausgebildet im Befunden und Behandeln von Wahrnehmungssystemen. Folglich behandeln wir Kinder mit Wahrnehmungsschwierigkeiten und – störungen, um ihnen einen guten Start in den schulischen Alltag zu ermöglichen. Das heißt: auch Eltern müssen aktiv werden.  Ermöglichen Sie dem Kind vielseitige Bewegungserfahrungen (Klettern, Balancieren, Schaukeln, Kreiseln). Ein gut entwickeltes vestibuläres System (Gleichgewicht) und Gefühl für den eigenen Körper (Raum- Lage- Wahrnehmung) ist eine wichtige Grundlage. Es ermöglicht eine gute Entwicklung aller anderen Wahrnehmungssysteme (Hören, Sehen, Tasten, Fühlen, Riechen, Schmecken).

Herzliche Grüße, Ihr Ergotherapeuten-Team arcanum Leipzig

10.01.2018 Neurofeedback – nur von den Besten lernen!

Unsere Therapeuten absolvieren mehrmals im Jahr Fortbildungen zu unterschiedlichsten Inhalten. Hier sehen Sie Einblicke von der Ausbildung unserer Ergotherapeuten zu Neurofeedbacktherapeuten in der Fortbildungsakademie von Thomas. Er war derjenige, der vor über 20 Jahren Neurofeedback nach Deutschland gebracht und etabliert hat. Thomas Feiner zählt sicherlich weltweit zu den renommiertesten Experten im Bereich Neurofeedback.

20.12.2017 Schienenversorgung in der Ergotherapie

Die Schienenversorgung ist ein wichtiger Bestandteil in der Handrehabilitation der Ergotherapie und ermöglicht isoliert oder in Verbindung mit anderen Behandlungsmaßnahmen eine 24 – Stunden – Therapie.

Vor allem nach Verletzungen oder bei Überlastungssymptomen finden Schienen häufig Anwendung.

Sie dienen zur Ruhigstellung, Stabilisierung, Schmerzlinderung oder Korrektur von Fehlstellungen. Ebenso können Streck- oder Beugedefizite (nach Sehnenruptur) ausgeglichen werden.

Finger, Gelenke oder Gliedmaßen sind durch das Trager der Schiene gestützt, stabilisiert, gedehnt oder geschont.

Im Bereich der Hand-Chirurgie ist die richtige Schienen-Versorgung in Absprache mit dem Operateur und innerhalb des Nachbehandlungs-Schemas ein elementarer Bestandteil der postoperativen Rehabilitation der Hand geworden.

Wir stellen in der Ergotherapie Schienen individuell für den Patienten her oder passen verordnete vorgefertigte Schienen an. Dementsprechend haben Sie durch die individuelle Anpassung der handgefertigten Schienen einen hohen Tragekomfort. Auch sind handgefertigte Schienen durch praktische Klettverschlüsse einfach an- und abzunehmen.

Wir möchten, dass Sie sich wohl fühlen mit ihrer Schiene. Denn nur, wenn sie diese auch tragen, kann sie Ihnen helfen.

Die Schienenherstellung im arcanum Gesundheitszentrum Leipzig erfolgt auf Verordnung – und in Absprache mit dem behandelnden Arzt – auf einem Ergotherapierezept (Formular 18).

Die Kosten werden i.d.R. von den Krankenkassen übernommen.

13.12.2017 Behandlung von Autismus in der Ergotherapie

Was genau ist Autismus? Und wie kann eine Behandlung für die Betroffenen erfolgen?

Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, die als Autismus-Spektrum-Störung diagnostiziert wird. Diese tritt in der Regel vor dem dritten Lebensjahr auf und zeigt sich in drei Bereichen:
• Probleme im sozialen Umgang (z.B. beim Verständnis und Aufbau von Beziehungen)
• Auffälligkeiten bei der Kommunikation (sprachliche und nicht-sprachliche Verständigung)
• eingeschränkte Interessen mit stereotypen, sich wiederholenden Verhaltensweisen

Im deutschsprachigen Raum sind drei Diagnosearten des Autismus gebräuchlich:

• Der frühkindliche Autismus, auch Kanner-Syndrom; auffälligstes Merkmal neben den Verhaltensabweichungen: aufgrund des frühzeitigen Auftretens eine stark eingeschränkte Sprachentwicklung; motorische Beeinträchtigungen nur bei weiteren Behinderungen; häufig geistig behindert.
• Der atypische Autismus erfüllt nicht alle Diagnosekriterien des frühkindlichen Autismus oder zeigt sich erst nach dem dritten Lebensjahr. Als Unterform des frühkindlichen Autismus wird er aber differenzial-diagnostisch gegen das Asperger-Syndrom abgegrenzt.
• Das Asperger-Syndrom mit vor allem einer vom Zeitpunkt her altersgerechten Sprachentwicklung und einem unter formalen Gesichtspunkten korrekten Sprachgebrauch. Menschen mit Asperger-Syndrom sind häufig motorisch ungeschickt und zeigen Auffälligkeiten im Aufbau von persönlichen Beziehungen.

Die Verhaltenstherapie ist in der Autismustherapie die am besten wissenschaftlich abgesicherte Therapieform

Ziel ist es, einerseits störende und unangemessene Verhaltensweisen wie übermäßige Stereotypien oder (auto)aggressives Verhalten abzubauen und andererseits soziale und kommunikative Fertigkeiten aufzubauen. Das  erwünschte Verhalten wird durchgängig und erkennbar belohnt (positive Verstärkung). Verhaltenstherapien können entweder ganzheitlich oder auf einzelne Symptome ausgerichtet sein.
Mit positiver Rückmeldung arbeitet auch die Neurofeedbacktherapie. Hier werden in einem geschützten Rahmen über einen Bildschirm die EEG- Wellen zurück gemeldet und es wird Einfluss auf negative Verhaltensweisen und Förderung der Kommunikation genommen.
Ein weiteres ganzheitlich orientiertes pädagogisches Förderkonzept ist TEACCH , das sich sowohl an Kinder als auch an Erwachsene mit Autismus richtet. TEACCH ist darauf ausgerichtet, die Lebensqualität von Menschen mit Autismus zu verbessern und sie anzuleiten, sich im Alltag zurechtzufinden. Zentrale Annahmen des Konzeptes sind, dass Lernprozesse durch Strukturierung und Visualisierung bei Menschen mit autistischen Merkmalen eingeleitet werden können.

Im arcanum Gesundheitszentrum behandeln wir autistische Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene mit ganzheitlichem Behandlungsansatz. Qualifizierte Therapeuten arbeiten seit mehreren Jahren mit Patienten mit Autismus- Spektrum – Störung und können sehr gute und langjährige Erfolge aufweisen. Neben der Neurofeedbacktherapie wenden wir Elemente der Verhaltenstherapie an und unterstützen somit die Arbeit des behandelnden Psychologen. Auch sind wir auf alltagsrelevante Bereiche ausgerichtet und therapieren zielgerichtet auf die Selbstständigkeit im häuslichen und schulischen Alltag und die Eigenständigkeit im Alltag hin.
Bei Interesse vereinbaren Sie einen kostenlosen Erstgesprächstermin mit einem unserer Ergotherapeutinnen oder –therapeuten.

29.11.2017 Logopädie – Hilfe bei AWVS

Hilfe bei AWVS: Das logopädische Angebot von arcanum als partnerschaftliche Unterstützung

Die auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung (AWVS) ist gekennzeichnet von Störungen in der Weiterverarbeitung von Hörinformationen. Etwa 5-7 % aller Kinder sind hiervon betroffen. AWVS liegt weder eine organische Störung noch verminderte Intelligenz zugrunde, vielmehr ist sie auf eine Beeinträchtigung der Hörnerven zurückzuführen.

Was geschieht beim Hören?

Zu Beginn werden die Informationen vom Hörnerv ans Großhirn weitergeleitet. Hier kommt es zur Weiterverarbeitung in auditive Teilfunktionen. Diese können bei AWVS unterschiedlich stark betroffen sein. Die Teilfunktionen sind einmal die Lokalisierung der Schallquelle, also das Erkennen, aus welcher Entfernung und Richtung sie kommt, das Unterscheiden einzelner Sequenzen (Diskrimination), das Herausfiltern einzelner Geräusche (Selektion) und das Hören mit beiden Ohren (dichotisches Hören). Wer unter einer Selektionsstörung leidet, hat zum Beispiel Schwierigkeiten, einem Gespräch bei Hintergrundgeräuschen aufmerksam zu folgen.

Kinder mit einer Selektionsstörung verstehen häufig nicht, was der Lehrer sagt, da sie die Geräusche im Klassenzimmer daran hindern

Handelt es sich um eine Diskriminationsstörung, könne sie ähnlich klingende Wörter nicht richtig unterscheiden, was häufig zu Missverständnissen führt. Die auditiven Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung zeigt betroffenen Familien, dass Hören nicht gleichbedeutend mit Verstehen ist. Kinder, die an AWVS leiden, haben oft Probleme in Kindergarten und Schule, die nicht sofort als eine Erkrankung der Hörnerven zu erkennen sind. Vielmehr vermuten Eltern, dass ihr Kind einfach nicht zuhört.

Häufig wird AWVS auch mit einer Sprachstörung oder dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom verwechselt

Für die betroffenen Kinder bedeutet dies ein wesentlich größerer Leidensdruck. Wenn Ihr Kind Informationen zurückhält oder sein Lieblingsspielzeug nicht in den Kindertagen mitnehmen mag, obwohl es dazu aufgefordert wird, sollten Eltern hellhörig werden. Auch spätes Sprechen lernen kann auf eine derartige Störung hinweisen. Häufiges Missverstehen und einem schwaches Hörgedächtnis sollten sie möglichst bald zu einem HNO-Arzt führen. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto leichter und effektiver kann sie therapiert werden. Heute werden Sprachauffälligkeiten unter anderem durch den neu entwickelten BASD-Test aufgedeckt. De Test ermöglicht die Unterscheidung von Kindern mit gestörter oder normaler auditiver Wahrnehmung und Verarbeitung. Er ist spielerisch aufgebaut, dauert etwa 20 Minuten und eignet sich bereits für Kinder ab vier Jahren. Er kann auch von Kinderärzten durchgeführt werden.

Um mit der heutigen Fülle an Reizen zurechtzukommen, ist gutes Hören unverzichtbar.

Ergänzend zu einer Therapie können Eltern viel zum besseren Hörverständnis ihres Kindes beitragen

  • Lassen Sie sich Zeit bei der Kommunikation und halten Sie Blickkontakt beim Sprechen, das erleichtert die Konzentration des Kindes beim Zuhören.
  • Das gegenseitige Zuhören können Sie Ihrem Kind schon sehr früh im Rollenspiel beibringen.
  • Nur wenn Sie selbst laut und deutlich sprechen, sind Sie ein gutes Sprachvorbild.
  • Achten Sie auf eine gute Raumakustik und vermeiden Sie Störgeräusche.
  • Reduzieren Sie den Fernsehkonsum Ihres Kindes, denn häufiges Fernsehen irritiert, da die Inhalte zu komprimiert und in schneller Abfolge angeboten werden. Das beeinträchtigt das Hörvermögen noch mehr.
  • Sie geben Ihrem Kind auch Hilfestellung, wenn Sie viele Handlungen des Alltags mit Sprache begleiten. Dabei erhöht sich auch der Wortschatz.
  • In der Schule sollte Ihr Kind möglichst nahe beim Lehrer sitzen, so dass es auf dessen Mund schauen kann. Eine geringe Klassenstärke reduziert automatisch den Pegel der Hintergrundgeräusche.
  • Sport ist in jedem Fall sinnvoll, denn eine verbesserte Motorik und Körperwahrnehmung hat auch positiven Einfluss auf die Gehirnleistung. Auch die soziale Anerkennung innerhalb der Klasse verbessert sich. Sport und Musizieren wirken sich außerdem günstig auf das Selbstwertgefühl aus. Musik führt zu ganz neuen, positiven Erfahrungen, die wiederum die Synapsenbildung im Gehirn anregen kann.
  • Alle Übungen, die den Gleichgewichtssinn und das Taktgefühl ansprechen, sind bei Hörproblemen wie AWVS sinnvoll.

Im Gesundheitszentrum arcanum AG arbeiten Fachkräfte in sieben Fachgebieten unter einem Dach vernetzt, damit Kinder mit AWVS adäquat behandelt sind

Unsere qualifizierten Logopäden und Therapeuten können die Sprachdefizite, die infolge eines Hördefizits entstehen, sehr gut kompensieren. Die Behandlungsmöglichkeiten innerhalb der Logopädie sind umfangreich. Eines unserer Angebote in der Logopädin, ist ein qualifiziertes Hörtraining. Dabei werden genau die auditiven Teilbereiche gefördert, welche Defizite aufweisen. Die Förderung kann einzeln oder in Gruppen stattfinden. Unsere Therapeuten gehen genau auf die unterschiedlichen akustischen Wahrnehmungsmöglichkeiten Ihres Kindes ein. Richtungshören wird ebenso trainiert wie dichotomisches Hören, die auditive Selektion und die auditive Differenzierung. Profitieren Sie bei arcanum von einem Serviceangebot, das die Fachbereiche Medizinisches Gerätetraining, Ergotherapie, Physiotherapie, Neurofeedback und Logopädie miteinander vernetzt. Das Gesundheitszentrum hat attraktive, arbeitnehmerfreundliche Öffnungszeiten, sodass Sie mit Ihrem Kind ganz entspannt nach der Arbeit kommen können. Neben der hohen medizinischen Qualität erhöht die entspannte Atmosphäre den Behandlungserfolg.

22.12.2016 Logopädie – Tipps für Eltern

13 Logopädie-Tipps von für Eltern, wie der Spracherwerb des Kindes gefördert werden kann

Die meisten Kinder erlernen die Muttersprache wie von selbst. Allerdings gibt es immer mehr Kinder mit unterschiedlich ausgeprägten Sprachstörungen. Nach der Meinung von Experten sind in einem Jahrgang etwa 10% Kinder, deren Sprachentwicklungsstörung einer Behandlung in der Logopädie bedarf. In den meisten Fällen bemerken die Eltern oder andere nahestehende Personen, dass das Kind im Vergleich zu den gleichaltrigen Spielkameraden Probleme mit der Sprache hat. Zeitgleich mit einer Behandlung durch Logopäden kann ein sprachförderndes Verhalten der Eltern oder Erziehungsberechtigten das Kind aber enorm bei der Sprachentwicklung unterstützen.

Wenn sich Erwachsene mit Kindern unterhalten, wird meist das Sprachniveau und die Sprechweise an den Entwicklungsstand des Kindes angepasst. So werden dem Kind intuitiv sprachfördernde Anreize geboten. Jedoch ist in manchen Fällen die Fähigkeit, Kindern die Sprache kindgerecht nahezubringen, verloren gegangen oder nie erlernt worden. Deswegen gibt es immer wieder große Unsicherheiten, wie man sich gegenüber sprachentwicklungsgestörten Kindern verhalten soll. Anregungen zur Förderung der sprachlichen Entwicklung des Kindes können Sie aus den folgenden 14 Ratschlägen erhalten. Mit diesen können Sie nicht nur die sprachliche Entwicklung des Kindes fördern, sondern auch ein logopädisches Training zu Hause fortführen. Dabei sollte aber bedacht werden, dass bei einer schweren Entwicklungsstörung professionelle Hilfe notwendig ist und sprachförderndes Verhalten alleine nicht ausreichen wird. Auch sollten alle Freunde und Verwandte eingeweiht werden, damit auch sie ihr Verhalten an das Kind anpassen können und die Freude an der Sprache nicht verloren geht.

Schaffen Sie sich kleine Auszeiten mit dem Kind

Da der Alltag ausgefüllt ist mit Verpflichtungen und den Bedürfnissen der anderen Familienmitgliedern, ist es oft nicht möglich, sich sofort und in jeder Situation auf das Kind einzulassen. Dem kann aber entgegengewirkt werden, indem in den Alltag kleine Pausen eingebaut werden, in denen nur die sprachfördernde Kommunikation mit dem Kind wichtig ist. Dabei muss es sich nicht um Stunden handeln, diese Pausen können auch kurz gehalten werden. Das wichtigste dabei ist, dass es Momente sind, in denen Sie ruhig und gelassen mit dem Kind sprechen können, ohne dabei Ihr eigenes Sprachverhalten aus den Augen zu verlieren. Fangen Sie zunächst nur mit einer oder zwei der folgenden Anregungen an und wenn Sie mit diesen Erfolg haben, können Sie weitere Punkte miteinfließen lassen.

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind interessiert und aufmerksam ist

Ein aufmerksames und interessiertes Kind lernt viel besser, als ein gelangweiltes. Achten Sie darauf, womit sich das Kind momentan beschäftigt und verwenden Sie diese Beschäftigung für ein sprachförderndes Gespräch. Wenn das Kind gerade nicht mit etwas spielt, erkennen Sie gut an der Blickrichtung, womit es sich gerade gedanklich beschäftigt.

Nehmen Sie die Sprachversuche des Kindes an

Niemand ist perfekt, ermahnen Sie Ihr Kind nicht. Es macht die Fehler beim Sprechen nicht, weil es faul ist, sondern weil es das Kind einfach nicht besser machen kann. Dahinter steckt keine böse Absicht. Wenn das Kind einen Fehler macht, konzentrieren Sie sich auf seine Persönlichkeit, nicht auf die Fehler. Wenn ein Kind ständig verbessert, kritisiert oder korrigiert wird, steigt der Druck an und die Misserfolge mehren sich. Im schlimmsten Fall bekommt das Kind überhaupt Angst vor dem Sprechen.

Wenn Fehler gemacht werden, bringen Sie die Aussagen in die richtige Form

Fordern Sie dabei das Kind nicht zum Nachsprechen auf. Wenn es einen Fehler macht, formulieren Sie die Aussage um und ergänzen diese nach Möglichkeit weiter. Wird dieser Fehler wortwörtlich wiederholt, irritieren Sie das Kind nur und es wird müde.

Wenn ein Wort falsch ausgesprochen wird, wiederholen Sie das Wort in der richtigen Form.
Kind: Da, eine Datze!
Antwort: Ja, das ist eine Katze. Schau, die Katze läuft über die Wiese.

Wenn ein falscher Begriff verwendet wird, wiederholen Sie den Begriff in der richtigen Form.
Kind: Der Apfel ist gut. (Es ist aber eine Birne.)
Reaktion: Ja, ein Apfel ist auch süß, aber das da ist eine Birne. Sie ist grün und ist nicht so rund wie der Apfel.

Wenn der Satz falsch gebildet wird, wiederholen Sie den Satz in der richtigen Form.
Kind: Mama, Katze Milch trinkt.
Reaktion: Ja, die Katze trinkt Milch. Schau, wie schnell die Katze trinken kann.

Wiederholen Sie immer wieder die richtigen Begriffe in einem kompletten Satz

Auf diese Art der Wiederholung wird einerseits die Aussage des Kindes bestätigt und andererseits können Sie so Ihre Aufmerksamkeit zeigen. Durch die Wiederholungen hört das Kind die richtigen Begriffe und kann sie sich so besser merken. Wenn das Kind nicht ständig verbessert wird, wird die Freude am Sprechen erhalten und es traut sich eher, neues auszuprobieren.

Es gibt einen Unterschied, ob die Muttersprache oder eine Fremdsprache erlernt wird

Beim Lernen der Muttersprache hört das Kind nicht wie bei einer Fremdsprache einzelne Vokabeln, sondern immer ganze Sätze und die Vokabeln im Bezug dazu. Deswegen sollten Sie einzelne Begriffe immer mit anderen Wörtern umgeben, damit das Kind den Zusammenhang erkennen kann. Wenn Sie zum Beispiel eine Birne anbieten, dann sollten Sie nicht nur „Birne“ sagen, sondern einen ganzen Satz oder besser noch eine kleine Geschichte dazu bilden. „Schau, da hast du eine Birne. Die Birne ist grün und hat viele kleine Kerne. Schmeckt dir die Birne gut?“ So kann das Kind die Zusammenhänge besser erfassen und filtert die Teile für sich heraus, die ihm noch neu sind und die es beim Lernen der Sprache gebrauchen kann.

Binden Sie das Kind in Alltägliches ein und lassen Sie es so viel wie möglich alleine machen

Nur, wenn ein Kind selbstständig handeln kann, wird es Erfahrungen sammeln können. Dabei kann es beim Einkaufen ebenso wie beim Kochen, Aufräumen oder Abwaschen mit in Ihre Tätigkeiten eingebunden werden. Während das Kind verschiedene Erfahrungen mit Dingen, Situationen und Gefühlen macht, lernt es „nebenbei“ den richtigen Umgang mit der Sprache. Beschreiben und benennen Sie die Umgebung des Kindes und womit es gerade beschäftigt ist.

Interessieren Sie sich für Ihr Kind und hören Sie aufmerksam zu

Wenn Ihr Kind mit Ihnen spricht, unterbrechen Sie es nicht. Versuchen Sie dabei, eine ruhige Atmosphäre zu schaffen, damit das Gespräch ungestört verlaufen kann. Lassen Sie dem Kind genügend Zeit, um die richtigen Begriffe zu finden.

Versuchen Sie, mit Ihrem Kind Blickkontakt zu halten, während es spricht

Sie zeigen dadurch Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Kind sieht, wie Sie den Mund beim Sprechen bewegen. Somit kann es die Bewegungen leichter nachahmen.

Sprechen Sie langsam, deutlich und in kindgerechten Sätzen

Vermeiden Sie aber dabei Babysprache. Es spielt keine Rolle, ob Sie hochdeutsch oder Dialekt sprechen, denn beides gehorcht den selben Regeln.

Animieren Sie das Kind zum Sprechen

…oder dazu, Fragen zu stellen. Versuchen Sie aber nicht, das sprachliche Können abzufragen. Wenn das Kind gemeinsam mit Ihnen etwas erzählt oder mit Ihnen spricht, macht ihm das viel mehr Spaß als einfaches Nachsprechen.

Lassen Sie das Kind nicht zu viel Fernsehen

Beim Fernsehen findet keine Kommunikation zwischen zwei Teilen statt, sondern das Kind wird berieselt. Diese Berieselung kann den Umgang mit der Umwelt nicht ersetzen.

Bieten Sie dem Kind Sicherheit

Dazu gehört ein geregelter Tagesablauf ebenso wie eine feste Bezugsperson oder eine verlässliche Umwelt. Am wichtigsten ist für ein Kind Zuwendung, sie ist viel wichtiger als viel oder teures Spielzeug.  Read more

09.11.2016 Neurofeedback- Bericht des MDR

Seit Januar 2015 können die Patienten in unserem Gesundheitszentrum (Stadtmitte Leipzig) die vielfältigen Möglichkeiten des Neurofeedback nutzen. Hierzu wird dieses besondere Training im Rahmen der Ergotherapie durchgeführt. Inzwischen ist für uns als interdisziplinäres Gesundheitszentrum die Neurofeedbacktherapie nicht mehr wegzudenken. Beispielsweise eignen sich folgende Einsatzgebiete:

  • AD (H)S
  • Migräne, Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Tinitus
  • Panik- und Angstattacken
  • Burnout
  • Depression
  • Traumata und nach Kopfverletzungen
  • Epilepsie
  • Parkinson
  • Demenz
  • Schmerzpatienten
  • etc.

 

Für mehr Infomationen hierzu besuchen Sie uns unter Therapiearten / Neurofeedback, hier auf unserer Homepage.

 

 

 

01.11.2016 Geschichte der Logopädie in Deutschland

Was ist Logopädie? Wie hat sich die Logopädie in Deutschland entwickelt? Warum haben immer mehr arcanum-Logopäden einen Studienabschluss? Wo kann ich mich als Logopäde weiterbilden? Bei welchen Störungsfeldern wird die Logopädie erfolgreich eingesetzt?

Logopädie in Deutschland

1887 wurden in Potsdam die erste Lehrkurse für “Sprachheilkundler“ angeboten. Früher wurden Logopäden so bezeichnet. Zum Start waren damals 115 Kursteilnehmer angemeldet, die auch alle ihre Ausbildung fünf Jahre später erfolgreich abschließen konnten. 1891 wurde in Berlin die Ambulanz für Sprachkranke als eine der Ersten so genannte Logopädieeinrichtung gegründet und eröffnet. Das Angebot umfasste für Kinder mit Sprachgebrechlichkeiten (die Bezeichnung damals) drei bis viermonatige Kurse von je 1- bis 2-stündiger Dauer. Therapien fanden in Gruppen statt. Die maximale Anzahl an Kindern je Kursstunde lag bei 10.

Erst 1918 wurde die Sprechkunde zum akademischen Lehrfach

Aufgrund der Erkenntnisse aus der Psychoanalyse sowie der Individualpsychologie ergaben sich neue Behandlungsansätze und auch Behandlungsmethoden.

Die offizielle Eingliederung in den medizinischen Fachjargon (die medizinische Nomenklatur) erfolge 1924 durch Emil Fröschel. Er war es auch, der ein Jahr später die internationale Gesellschaft für Logopädie gründete. Auch ist es Herrn Fröschel zu verdanken, dass damals in Wien der erste internationale Kongress für Logopädie stattfand. Danach war es nur möglich Logopäde zu werden, wenn die akademische Abschlussprüfung erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Auf die Prüfung erfolgte ein so genanntes “Bewältigungszertifikat“ ohne offiziellen Charakter, das eher dem Wert eines privaten Dokuments glich. Ein Studium war zum damaligen Zeitpunkt noch nicht wirklich möglich.

Ein Meilenstein in der Logopädie gelang 1974

…mit der Verabschiedung eines neuen Gesetztes, das !Rehabilitationsangleichungsgesetze“ genannt wird. Die Folge daraus war, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine logopädische Therapie übernahmen. Im gleichen Jahr wurde eine neue Struktur für die Rehabilitation durch die Rentenversicherungsanstalten erstellt. Die neurologische Rehabilitation besitzt auf einmal einen großen Stellenwert und Arbeitsbereich innerhalb der Logopädie.Eine wesentliche gehobenere Ausbildungs- und Prüfungsordnung wird dann im Jahre 1977 erwirkt und auf Basis eines neuen Gesetzes im Oktober 1980 verabschiedet. Darauf fußte die Bezeichnung Logopäde bzw. Logopädin als fest zementierter Beruf.

Der Beruf des Logopäden wird moderner

Bis vor wenigen Jahren gab es lediglich Möglichkeit, den Beruf auf Basis einer rein schulischen Ausbildung zu erlangen. Aber in den letzten Jahren gab es immer mehr Studiengänge mit unterschiedlichen Studienarten.

Als eine Möglichkeit, sei das Logopädie-Studium in Vollzeit an unterschiedlichen Hochschulen genannt. Diese Angebote finden sich mittlerweile in vielen Großstädten Deutschlands.

Wodurch zeichnet sich dieses Studium aus und wie ist es gestaltet?

Das Studium weißt einen intensiven Bezug zur Praxis auf. Prägende Merkmale sind die engen wirtschaftlichen Kooperationen und die fächerübergreifenden Hochschulprojekte.

Auch an einer Universität kann ein ausbildungsintegrierender Studiengang absolviert werden. Interessant ist, dass einige Universitäten die Möglichkeit anbieten, ohne separate Ausbildung direkt ins Studium einzusteigen. Die wissens- und methodenbasierte Ausbildung steht im universitären Mittelpunkt der forschungsorientierten Lehre.

Den Master-Abschluss zu erlangen, ist an der Europäischen Fachhochschule (EUFH) möglich. Ausbildungsintegrierende sowie berufsbegleitende Studiengänge mit starker Innovation bieten die Möglichkeit, eine professionelle Ausbildung mit einer wissenschaftlichen Expertise zu verbinden. Eine akademische Ausbildung für sehr gut qualifizierte Fachkräfte.

Die RWTH Aachen bietet an, den Bachelor als ausbildungsintegriertes Studium zu erwerben. Danach besteht die Möglichkeit, den Master Lehr- und Forschungslogopädie zu erwerben. Auch ein duales Studium ist möglich.

Die heutige Ausbildung enthält folgende Kernbereiche:

Logopädische Störungsbilder sowie medizinische Grundlagen und Redeflussstörungen. Auditive Wahrnehmungsstörungen, Statistik sowie Anamnese, Diagnostik und Intervention sind weitere Kernthemen der Ausbildung zum Logopäden. Auch die Bereiche Sprachstörungen bei Kindern unterschiedlichen Alters sowie Schluckstörungen und Stimmhygiene und Stimmbildung werden als Kernfächer belegt.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich in folgenden Bereichen zu spezialisieren: Sprach- und Kommunikationswissenschaften sowie Psychologie und Pädagogik. Auch die Neurolinguistik und Neuropsychologie aber auch die Soziologie und die Ethik gehören zu den Spezialisierungsbereichen.

Diese heutigen Ausbildungswege und Ausbildungsinhalte mit den erwähnten unterschiedlichen Studienmöglichkeiten zeigen auf, welchen Entwicklungsweg die Ausbildung zum Logopäden seit ihren ersten zaghaften Schritten im Jahr 1886 durchlaufen hat. Heute ist der Beruf des Logopäden in der Behandlung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ein fester Bestandteil der medizinischen Behandlung und Rehabilitation.

Behandlung für schließlich alle Formen der stress- und krankheitsbedingten Sprech-, Sprach- und Schluckbeschwerden: ganz gleich, ob die Beschwerden auf einer Fehlentwicklung, einen Unfall oder einen krankheitsbedingten Verlauf beruhen.

Die Tätigkeitsbereiche der modernen Logopädie

Störungen im Bereich der Sprache und des Sprechens sowie Stimm- und Schluckstörungen, häufig durch Schädigungen des Gehirns, gelten als die Tätigkeitsschwerpunkte der Logopäden in der Behandlung von Erwachsenen.

Behandelt werden somit folgende Störungsbilder:

Aphasie (Sprachstörung durch Hirnschädigung)

Artikulationsstörung

Auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung

Myofunktionelle Störung

Schluckstörung

Sprachentwicklungsstörung

Stimmstörung

Stottern und Poltern

09.09.2016 Was ist eigentlich Pilates?

Pilates ist ein Ganzkörpertraining, das die Figur formt und bei dem nicht einzelne Muskeln isoliert angesprochen werden, sondern ganze Muskelketten. Es verbindet auf besondere Art und Weise Kraft mit Beweglichkeit. Muskeln werden gestreckt, die Körpermitte und die ganze Körpersilhouette gestrafft. Das Ziel ist, die tragende Mitte – sprich, die Wirbelsäule -, aufrecht, beweglich und stabil zu erhalten. Das führt zu einer optimaleren Haltung und stärkt darüber hinaus die Balance. Auch die Bewegungsabläufe verbessern sich signifikant. Die Übungen können flexibel variiert, und sind somit den körperlichen Voraussetzungen, der Ausdauer und den Zielen eines jeden Trainierenden angepasst.

Wer hat Pilates erfunden?

Pilates ist eine ältere Trainingsmethode. Der Begründer dieser Bewegung war Joseph Hubertus Pilates. Er wurde 1880 im Raum Düsseldorf geboren und war in seiner Kindheit oft schwächlich und bei nicht besonders guter Gesundheit. Früh schon entwickelte der sportlich interessierte Joseph Pilates den Willen, daran nachhaltig etwas zu ändern. Er lebte lange Zeit auch in England und war dort in verschiedenen Berufen aktiv. Zu dieser Zeit begann er Mitarbeiter von verschiedenen Einrichtungen im Bereich Körperwahrnehmung und Verteidigung zu unterrichten. In der Zeit um 1915 bis 1920, widmete er sich dem ganzheitlichen Körpertraining und gab dieses Wissen währen des ersten Weltkrieges an seine Mitgefangenen weiter.

Nach dem Krieg kehrte Pilates nach Deutschland zurück und beeinflusste mit seiner Methode immer mehr Menschen

Mitte der zwanziger Jahre wanderte er nach New York aus und eröffnete mit seiner Frau zusammen ein Ballettstudio, in das er die Trainingsmethode einfließen ließ. Vom Start weg war er damit sehr erfolgreich. Berühmte Balletttänzerinnen gehörten schnell zu seinen Kunden. Ende der 60-iger Jahre ist Pilates dann verstorben. Pilates als Trainingsmethode wurde in den letzten Jahrzehnten immer populärer. Aktuell gibt es in Deutschland ca. 1,5 Millionen Trainierende – Tendenz steigend.

Was sind die wesentlichen Elemente beim Pilates?

a). Ganz bei sich sein und somit Konzentration

Anfangs gibt es eine Entspannungsphase. In dieser Phase soll dem Trainierenden die Möglichkeit gegeben werden, den Alltag abzustreifen und anzukommen. Damit der optimale Nutzen aus den Übungen gezogen werden kann, benötigt der Trainierende vor allem Konzentration, Kontrolle und gedankliche Focusierung.

b). Atmung

Nach einem exakt festgelegten Plan werden die Atemübungen durchgeführt. Somit erfährt der Körper eine optimale Unterstützung. Damit frischer Sauerstoff in den Körper gelangen kann, ist es wichtig, richtig ausgeführtes Ein-und Ausatmen zu praktizieren. Folglich werden Verspannungen gelöst und zusätzlich die Konzentration gestärkt.

c). Körperzentrum

Bei den Pilates Übungen steht das Körperzentrum im Mittelpunkt – das so genannte power-house.  Hierdurch wird tiefliegende Muskulatur des Bauches, des Rückens und der Beckenboden gezielt angesprochen. Diese Muskeln sind für die Körperhaltung und die Ausrichtung der einzelnen Hauptkörperteile zu einander, als auch für die Koordination unsere Bewegungen von elementarer Bedeutung. Deshalb werden alle Bewegungen aus dem Körperzentrum heraus als ständiger flow ausgeführt.

d). Kontrolle und Genauigkeit

Der wesentliche Schlüssel zum optimalen Training ist die ständige Eigenkontrolle. Was bedeutet das genau? Während der Körper an der muskulären Herausforderung wächst, wächst parallel dazu die Fähigkeit, den Körper besser wahrzunehmen. Folglich erhält der Trainierende dadurch eine bessere Körperkontrolle. Die Folge ist zudem, dass die Trainingsergebnisse sich jedes Mal verbessern. Die Fähigkeit der geschulten Selbstwahrnehmung geht dadurch  in den Alltag über und hat einen positiven Effekt auf die Lebensqualität und das Wohlempfinden. Unabhängig welche Arten von Pilates der Trainierende betreibt, der in Gang gesetzte Prozess der verbesserten Selbstwahrnehmung  und des angenehmen Körpergefühls, ist immer der gleiche.

Für wen ist Pilates geeignet und sinnvoll?

Für Menschen, die:

  • bisher wenig oder überhaupt keinen Sport gemacht haben
  • mit Rückenprobleme zu kämpfen haben
  • ein auf sich zugeschnittenes Krafttraining suchen
  • körperlich in Form und beweglich sowie dehnfähig bleiben oder werden wollen
  • Ihre Körpermitte und Haltung stärken und optimieren wollen
  • eine Alternative Bewegungsart zum bisherigen Sport suchen

Anbei noch eine Stimme von einem aktiven Pilates-Teilnehmer:

Dieter L., Leipzig:

„Ich bin Maurer, 194 cm groß und Vater von 3 Kindern. Bevor ich auf Pilates aufmerksam wurde, hatte ich über fünf Jahre erhebliche Rückenschmerzen. Die Diagnose meines Arztes Dr. Müller lautete: 2,0 cm schiefes Becken und weitere Probleme im Bereich der Wirbel L3/L4. Mein Arzt riet mir damals, meine Probleme mit Pilates in den Griff zu bekommen. Allerdings war ich zu Beginn sehr skeptisch, aber nach kurzer Zeit merkte ich elementare Veränderungen zum Positiven. Mein körperlicher Zustand ist heute ein komplett anderer. Ich stehe wieder gerade, mein schiefes Becken hat sich auf 0,35 cm verringert. Schließlich ist Pilates ein Teil meines Lebens geworden und möchte es nie mehr missen. Hierdurch habe ich dadurch ein besseres Körpergefühl, keine Rückeschmerzen mehr und kann meiner Arbeit wieder mit ganzer Kraft nachgehen. Besonders angenehm ist, dass die Kurse in der Stadtmitte stattfinden. Da ich in Leipzig im Zentrum wohne, habe ich kurze Wege“.

30.08.2016 Logopädie-Wenn Kinder wenig oder spät sprechen (Late Talker)

Das Phänomen late talker bezeichnet Kleinkinder, deren Sprachentwicklung bei intaktem Hörvermögen nicht wie gewohnt einsetzt, bzw. verläuft. Sie reden kaum oder gar nicht. Auch Töne oder Geräusche werden von diesen Kindern kaum produziert. Das führt dazu, dass diesen Kindern sehr viele Fragen von ihren Eltern gestellt werden.

Die Erfahrung unserer Therapeuten zeigt, je mehr diesen Kindern Fragen gestellt werden, um so weniger werden sie antworten. Im Rahmen der Therapie zeigen wir u.a. auf, was Kindern anstatt zu fragen, stattdessen tun. Wichtig ist, dass man das Schweigen auch mal aushält. Es ist dann völlig in Ordnung erst einmal nicht zu sprechen.

Grundsätzlich gilt bei diesen Kindern: das Kind muss und soll in diesem frühen Alter nicht mit jedem reden. Denn für Kommunikation ist Vertrauen die wesentliche Grundlage.

Folgende Tipps können wir für den Alltag geben: benennen Sie die Aktivitäten, die Sie mit ihrem Kind unternehmen wollen: (Bsp.: „Komm, wir gehen an die frische Luft. Ich hol deine Mütze und du deine Jacke). Oder setzen Sie Geräusche ein. Wie zB das Nachahmen eines vorbeifahrenden Autos oder Zuges, oder machen Sie Tiergeräusche nach. Auch können Sie singen oder dem Kind etwas vorlesen.

Wichtig ist, dass Sie auf dieser Art und Weise mit ihrem Kind im ständigen Kontakt bleiben. Es soll Spaß und Freude an der Kommunikation mit Ihnen erfahren. Entdecken Sie so gemeinsam die Freude am Sprechen. Unsere Therapeuten berichten immer wieder, dass sobald der Druck, sprechen zu müssen entfällt, das Kind anfängt zu kommunizieren.