merz

07.11.2015: Mit Neurofeedback Demenz positiv beinflussen!

Was ist Demenz?

Demenz ist ein schleichender Rückzug aus der Welt, der den Angehörigen von Erkrankten oftmals ebenso viel Leid zufügt wie dem Erkrankten selbst. Neue Studien zeigen erneut auf, wie mit Neurofeedback dieser Rückzug verlangsamt oder teils sogar gestoppt werden kann. Zum Beispiel zeigt anhand von Fallbeispielen das Neurofeedback Center of Virgina auf seiner Internetseite einen erfolgreichen Einsatz von Neurofeedback als Therapie gegen Demenz und speziell die Alzheimer-Krankheit auf. In der Fallstudie geht es um einen ehemals brillanten 85-jährigen Mann, bei dem drei Jahre zuvor Alzheimer diagnostiziert wurde. Er vergaß Daten wie Namen, Adressen, Telefonnummern, den aktuellen Tag oder das aktuelle Datum, galt als aggressiv und depressiv. Mit Hilfe von Neurofeedback gewann er ein Gutteil seiner Souveränität zurück und zeigte ein sehr viel sozialeres Verhalten als zuvor. Diese und andere Fallstudien, sollten den Verwandten von Alzheimer-Patienten, und anderen Demenzkranken, Mut machen. Wie bei allen Therapien gilt zwar auch beim Neurofeedback: Es kann gute Ergebnisse im Einzelfall niemals garantieren. Aber die Studien geben Anlass zur Hoffnung, dass Neurofeedback einen nicht unbedeutenden Anteil im Kampf gegen Demenzkrankheiten leisten kann.

Demenz und Neurofeedback

Die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ISC-10) definiert Demenz als „Folge einer meist chronischen oder fortschreitenden Krankheit des Gehirns mit Störung vieler höherer kortikaler Funktionen, einschließlich Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache und Urteilsvermögen“. Demenz betrifft viele ältere Menschen und die Zahl der Erkrankten steigt. Laut dem Fachmagazin „Lancet“ gab es im Jahr 2005 auf der ganzen Welt ungefähr 25 Millionen an Demenz erkrankter Menschen. Wissenschaftlichen Angaben zufolge, soll sich die Zahl der Erkrankten jeweils innerhalb von zwanzig Jahren verdoppeln. Der Kampf gegen Demenz gehört daher zu den dringlichen Aufgaben moderner Medizin.

Im September 2009 berichtete das Fachmagazin „The Behavorial Medicine Report“ über eine Pilotstudie zweier Forscher zum Thema „Demenz und Neurofeedback“. Zu den Forschern gehörte Mark M. Berman von der „Quietmind Foundation“, einer Stiftung, die alternative Behandlungen beispielsweise bei Hirnstörungen und Demenz erforscht. Die ersten Ergebnisse der Pilotstudie waren sehr positiv. Im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigte die Neurofeed-Gruppe signifikante Verbesserungen beim verbalen und beim bildlichen Gedächtnis. Die Zukunft dürfte weitere interessante Ergebnisse beim Einsatz von Neurofeedback gegen Demenz zutage fördern.