20.09.2017: was ist Neurofeedback?

Mit dem Neurofeedbackverfahren behandeln wir Patienten mit den unterschiedlichsten Symptomen. ZB: AD(H)S, Tinnitus, Burnout, Depressionen, Panikattacken, Migräne, Schlafstörungen, Autismus, Tim-Sydrom, Schlaganfall, Demenz, Parkinson, chronische Schmerzen, u.v.m…

Mittlerweile haben wir in unseren Gesundheitszentren über 3500 Patienten mit dieser Methode behandelt und sehen beeindruckende Therapieerfolge. Was aber ist Neurofeedback genau? Und wie funktioniert es? Das können Sie in dem eingefügten Video sehen.

 

 

 

 

 

 

 

06.09.17: kostenfrei während der Therapiezeit parken

Wer kennt solche Situationen? Eine Behandlung in der Therapieeinrichtung steht an und ausgerechnet jetzt ist man zu spät von der Arbeit oder von Zuhause losgekommen. Zudem sind alle Parkplätze vor der Praxis besetzt und man ist dadurch gezwungen, entweder weit von der Praxis entfernt zu parken oder horrende Parkkosten zu bezahlen. Das Ergebnis: man kommt viel zu spät zur Therapie und kann eigentlich auch gleich wieder nach Hause gehen. Oder das Parken macht sich im Geldbeutel negativ spürbar.

Nicht so bei arcanum. Um unseren Patienten den bestmöglichen Start in die Therapie zu sichern, haben wir vor wenigen Tagen unsere Rahmenvereinbarung mit dem Parkhausbetreiber Karstadt Leipzig um ein weiteres Jahr verlängert. Das bedeutet für unsere Patienten, dass sie weiterhin während der Therapiezeit 1 Stunde kostenfrei im zu uns angrenzenden Parkhaus parken können. Das Parkhaus befindet sich ca 50 Meter von unserem Gesundheitszentrum entfernt und stellt mehrere hundert Parkplätze zur Verfügung.

Wie ist der Ablauf? Ganz einfach. Parkkarte ziehen und diese einfach nach der Therapie von unseren Rezeptionsmitarbeiterinnen freischalten lassen. Alles getreu unserem Motto: „arcanum, so lasse ich mich gerne behandeln“. Herzliche Grüsse – Nadine Erning, Vorstand arcanum

28.08.2017: Neurofeedback bei Autismus

Wir sehen bei unseren Patienten mit Autismus mit der Neurofeedbacktherapie beeindruckende Erfolge. Hierzu ein Video, deren Inhalt wir bestätigen können.

 

 

13.08.2017: Neurofeedback.

Seit 2,5 Jahren wenden wir das Neurofeedbackverfahren bei diversen Krankheitsbildern

An und sehen beeindruckende Eefolge. Was Neurofeedback ist? Hier ein

erster kleiner Überblick:

 

12.05.2017: die meisten Pillen nützen wenig, wenn der Rücken zwackt

Paracetamol ist nicht mehr zu empfehlen, Duloxetin führt zu einer geringen Schmerzlinderung und die Wirkung von NSAR wird überschätzt – das sind die wichtigsten Resultate eines Studien-Update zu Kreuzschmerzen.

Die meisten Pillen nützen wenig, wenn der Rücken zwackt

US-Therapeuten empfehlen in ihren aktuellen Leitlinien primär nichtmedikamentöse Maßnahmen bei Rückenbeschwerden.
PORTLAND/USA. Nach zehn Jahren hat das American College of Physicians (ACP) seine Praxisleitlinie zur Therapie bei Schmerzen im unteren Rückenbereich überarbeitet. Dabei werden primär nichtmedikamentöse Maßnahmen empfohlen, nicht zuletzt, weil die Evidenz für Arzneien recht dünn ist.

Deutlich wurde dies anhand einer aktualisierten Analyse, die Ärzte um Dr. Roger Chou von der Universität in Portland im Auftrag des ACP erstellt haben (Ann Int Med 2017; online 14. Februar; doi: 10.7326/M16-2458). Dazu haben sie 46 Publikationen ausgewertet, zum großen Teil Metaanalysen, aber auch neue Studien. Insgesamt flossen knapp 200 Studien in die Analyse ein.

Die wichtigsten Resultate

– NSAR: Rund 70 Studien drehten sich um den Nutzen einer Schmerztherapie mit nichtsteroidalen Antirheumatika. In vier neueren Studien schnitten solche Substanzen bei akuten Rückenschmerzen geringfügig besser ab als Placebo (8 Punkte Differenz auf eine 100-Punkte-Schmerz-Analogskala), drei Studien ergaben jedoch keine signifikanten Unterschiede.

Bei chronischen Schmerzen fand ein Review zu vier Studien immerhin einen knapp moderaten Effekt (12 Punkte Differenz zu Placebo), zwei Studien offenbarten wiederum keine signifikanten Unterschiede. Auch bei Patienten mit Radikulopathie waren die Studien eher inkonsistent. Das Urteil der Autoren: Vor allem bei chronischen Rückenschmerzen ergeben neuere Studien einen geringeren Nutzen als ältere. Die Schmerzlinderung wird hier wohl überschätzt. Dagegen gab es in allen Studien signifikant häufiger Nebenwirkungen als unter Placebo.

– Paracetamol: Noch schlechter sieht die Evidenz für diesen Wirkstoff aus. Hatten die alten ACP-Leitlinien bei akuten Rückenschmerzen noch einen vergleichbaren Nutzen wie unter NSAR gesehen, so wird dieser durch eine große, qualitativ hochwertige placebokontrollierte Studie infrage gestellt. Dabei schnitt die Arznei nicht besser ab als Placebo.

Zu chronischen oder radikulären Schmerzen gibt es keine Daten; das Team um Chou sieht daher für Paracetamol keine belegte Wirksamkeit.

– Muskelrelaxanzien: Zu kurzfristigen Therapie (zwei bis sieben Tage) von Patienten mit akutem Schmerz fand ein älterer Review mit 25 Studien einen moderaten bis ausgeprägten Nutzen (20 Punkte Differenz zu Placebo). Drei neuere Studien konnten dies im Wesentlichen bestätigen.

Gegen chronische Schmerzen scheinen solche Arzneien jedoch wenig zu bringen, legen drei kleinere Untersuchungen nahe. Auch hier traten Nebenwirkungen konsistent häufiger auf als unter Placebo, vor allem die Sedierung machte den Patienten zu schaffen.

– Benzodiazepine: Für Tetrazepam deutet sich eine gewisse Wirksamkeit bei chronischen, nichtradikulären Schmerzen an, ansonsten liefern die neun Studien zu dieser Wirkstoffklasse eher widersprüchliche Resultate, die einzige neue Studie fand keine Wirksamkeit von Diazepam bei akuter Radikulopathie. Ein Nachteil sind auch hier die zentralnervösen Nebenwirkungen.

– Opioide: 38 Studien prüften diese Substanzklasse, und zwar fast ausschließlich bei chronischen Rückenschmerzen. Recht konsistent schnitten Opioide bei einer kurzfristigen Therapie besser ab als Placebo, allerdings war der Unterschied eher gering (weniger als 10 Punkte auf einer 100-Punkte-Skala), auch hatten die meisten Studien gravierende methodische Schwächen.

Zudem wurden oft nur akute Nebenwirkungen wie Benommenheit und Übelkeit berücksichtigt, nicht aber die Gefahr einer Abhängigkeit und Überdosierung, bemängeln Chou und Mitarbeiter.

– Antidepressiva: Diese wurden in 16 Studien ausschließlich bei chronischem Rückenschmerz untersucht. Für Trizyklika und SSRI ergaben sich dabei keine Vorteile gegenüber Placebo, drei neuere Untersuchungen zu Duloxetin deuten auf einen geringen Vorteil (weniger als 6–8 Punkte Differenz), auch fand sich zum Teil eine geringe funktionelle Verbesserung. Eine kleine Studie mit 85 Patienten erkannte hingegen keinen Unterschied zwischen Duloxetin und Escitalopram.

– Antikonvulsiva: Das Team um Chou fand zwölf Studien, ebenfalls alle bei Patienten mit chronischen Schmerzen. Die meisten waren von mäßiger bis mittelmäßiger Qualität, meist wurden Pregabalin, Gabapentin und Topiramat geprüft. Die Resultate waren eher negativ bei nichtradikulären und widersprüchlich bei radikulären Schmerzen. Letztlich sei die Evidenz jedoch ungenügend für eine Beurteilung, konstatieren die Ärzte.

Systemische Kortikoide: Die zehn ausgewerteten Studien führten zu überwiegend negativen Resultaten. Weder Injektionen noch Tabletten schnitten bei akuten Schmerzen wesentlich besser ab als Placebo, auch funktionelle Verbesserungen waren eher gering. „Systemische Kortikoide scheinen nicht wirksam zu sein“, schlussfolgern die Forscher um Chou.

Ernüchterndes Fazit

Insgesamt fällt das Ergebnis der Analyse also mager aus. Die meisten Substanzklassen hätten zwar eine gewisse Wirksamkeit bei akuten oder chronischen Rückenschmerzen, aber meist sei diese kurzfristig und eher gering. Paracetamol und Trizyklika könne man aufgrund neuer Daten getrost von der Liste der wirksamen Optionen streichen, Duloxetin neu hinzufügen, wenngleich auch hier die Schmerzlinderung eher gering ausfalle. Nur für NSAR, Opioide und Duloxetin deuteten die Studien auf einen geringen, gelegentlich moderaten Effekt bei chronischen Kreuzschmerzen.

Entsprechend zurückhaltend gibt sich auch die aktualisierte ACP-Leitlinie. „Ärzte sollten Patienten mit akuten oder subakuten Schmerzen im unteren Rückenbereich darauf hinweisen, dass die Schmerzen in der Regel wieder von selbst verschwinden“, erläutert der ACP-Vorsitzende Dr. Nitin Damle in einer Mitteilung der Gesellschaft. „Sie sollten auch unnötige Tests sowie teure oder potenziell schädliche Medikamente vermeiden.“

Bei chronischen Kreuzschmerzen raten die US-Leitlinien primär zu mehr körperlicher Bewegung, Gymnastik, multidisziplinären und nichtmedikamentösen Verfahren mit Akupunktur, Yoga oder Stressreduktion. Genügt das nicht, sollten Ärzte eine Behandlung mit NSAR erwägen. Opioide seien möglichst zu meiden.

 

29.03.2017: weg von den Pillen – warum Neurofeedback bei ADHS und andere Krankheiten wirkt.

Seit über 2 Jahren behandeln wir unsere Patienten mit dem Neurofeedbackverfahren und sehen beindruckende Erfolge. Aufgrund der hohen Wirksamkeit des Neurofeedback, übernehmen die Krankenkassen auf Basis eines Ergotherapierezeptes seit 2012 die Kosten für die Therapie. Eingesetzt wird Neurofeedback bei:

ADHS, ADS, Schlafstörungen, Migräne, Tinnitus, chronische Schmerzen, Burnout, Depression, Epilepsie, Autismus, Schlaganfall, Suchterkrankung, Tic-Störungen, Tourette-Syndrom, Angststörungen odr nach einem Schlaganfall.

Weitere Informationen können Sie über den beigefügtem Fersehbericht erhalten. Oder Sie gehen einfach hier auf unserer homepage auf den Menüpunkt „Therapiearten“ und dann auf „Neurofeedback“.

20.03.17: weitere Mitarbeiterin für die Rezeption gesucht!

Zur Verstärkung unseres 22-köpfigen Mitarbeiterteams suchen wir ab sofort eine freundliche und kompetente Mitarbeiterin für den Rezeptionsbereich.

Die ausgeschriebene Stelle umfasst eine 30-35 Std./Woche und ist aufgrund des Mutterschutzes eine Kollegin auf ein Jahr befristet. Aufgrund unseres stetigen Wachstums ist eine Fortsetzung der Beschäftigung danach sehr wahrscheinlich.

Sie verfügen bereits über Berufserfahrungen in der Rezeptionstätigkeit, oder haben eine Berufsausbildung in der Hotellerie abgeschlossen? Sie besitzen zudem eine freundliche Ausstrahlung und eine ausgeprägte Dienstleistungsbereitschaft? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung unter bewerbung@arcanum-gesundheitszentrum.de

21.12.2016: Logopädie – 13 Tipps für Eltern

Logopädie  – 13 Tipps für Eltern, wie der Spracherwerb des Kindes gefördert werden kann.
Die meisten Kinder erlernen die Muttersprache wie von selbst. Allerdings gibt es immer mehr Kinder mit unterschiedlich ausgeprägten Sprachstörungen. Nach der Meinung von Experten sind in einem Jahrgang etwa 10% Kinder, deren Sprachentwicklungsstörung einer Behandlung bedarf. In den meisten Fällen bemerken die Eltern oder andere nahestehende Personen, dass das Kind im Vergleich zu den gleichaltrigen Spielkameraden Probleme mit der Sprache hat. Zeitgleich mit einer Behandlung durch Logopäden kann ein sprachförderndes Verhalten der Eltern oder Erziehungsberechtigten das Kind aber enorm bei der Sprachentwicklung unterstützen.

Wenn sich Erwachsene mit Kindern unterhalten, wird meist das Sprachniveau und die Sprechweise an den Entwicklungsstand des Kindes angepasst. So werden dem Kind intuitiv sprachfördernde Anreize geboten. Jedoch ist in manchen Fällen die Fähigkeit, Kindern die Sprache kindgerecht nahezubringen, verlorengegangen oder nie erlernt worden. Deswegen gibt es immer wieder große Unsicherheiten, wie man sich gegenüber sprachentwicklungsgestörten Kindern verhalten soll. Anregungen zur Förderung der sprachlichen Entwicklung des Kindes können Sie aus den folgenden 14 Ratschlägen erhalten. Mit diesen können Sie nicht nur die sprachliche Entwicklung des Kindes fördern, sondern auch die logopädische Behandlung zu Hause fortführen. Dabei sollte aber bedacht werden, dass bei einer schweren Entwicklungsstörung professionelle Hilfe notwendig ist und sprachförderndes Verhalten alleine nicht ausreichen wird. Auch sollten alle Freunde und Verwandte eingeweiht werden, damit auch sie ihr Verhalten an das Kind anpassen können und die Freude an der Sprache nicht verloren geht.

1. Schaffen Sie sich kleine Auszeiten mit dem Kind.
Da der Alltag ausgefüllt ist mit Verpflichtungen und den Bedürfnissen der anderen Familienmitgliedern, ist es oft nicht möglich, sich sofort und in jeder Situation auf das Kind einzulassen. Dem kann aber entgegengewirkt werden, indem in den Alltag kleine Pausen eingebaut werden, in denen nur die sprachfördernde Kommunikation mit dem Kind wichtig ist. Dabei muss es sich nicht um Stunden handeln, diese Pausen können auch kurz gehalten werden. Das wichtigste dabei ist, dass es Momente sind, in denen Sie ruhig und gelassen mit dem Kind sprechen können, ohne dabei Ihr eigenes Sprachverhalten aus den Augen zu verlieren. Fangen Sie zunächst nur mit einer oder zwei der folgenden Anregungen an und wenn Sie mit diesen Erfolg haben, können Sie weitere Punkte miteinfließen lassen.

2. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind interessiert und aufmerksam ist.
Ein aufmerksames und interessiertes Kind lernt viel besser, als ein gelangweiltes. Achten Sie darauf, womit sich das Kind momentan beschäftigt und verwenden Sie diese Beschäftigung für ein sprachförderndes Gespräch. Wenn das Kind gerade nicht mit etwas spielt, erkennen Sie gut an der Blickrichtung, womit es sich gerade gedanklich beschäftigt.

3. Nehmen Sie die Sprachversuche des Kindes an.
Niemand ist perfekt, ermahnen Sie Ihr Kind nicht. Es macht die Fehler beim Sprechen nicht, weil es faul ist, sondern weil es das Kind einfach nicht besser machen kann. Dahinter steckt keine böse Absicht. Wenn das Kind einen Fehler macht, konzentrieren Sie sich auf seine Persönlichkeit, nicht auf die Fehler. Wenn ein Kind ständig verbessert, kritisiert oder korrigiert wird, steigt der Druck an und die Misserfolge mehren sich. Im schlimmsten Fall bekommt das Kind überhaupt Angst vor dem Sprechen.

4. Wenn Fehler gemacht werden, bringen Sie die Aussagen in die richtige Form.
Fordern Sie dabei das Kind nicht zum Nachsprechen auf. Wenn es einen Fehler macht, formulieren Sie die Aussage um und ergänzen diese nach Möglichkeit weiter. Wenn Sie den Fehler wortwörtlich wiederholen, irritieren Sie das Kind nur und es wird müde.

Wenn ein Wort falsch ausgesprochen wird, wiederholen Sie das Wort in der richtigen Form.
Kind: Da, eine Datze!
Antwort: Ja, das ist eine Katze. Schau, die Katze läuft über die Wiese.

Wenn ein falscher Begriff verwendet wird, wiederholen Sie den Begriff in der richtigen Form.
Kind: Der Apfel ist gut. (Es ist aber eine Birne.)
Reaktion: Ja, ein Apfel ist auch süß, aber das da ist eine Birne. Sie ist grün und ist nicht so rund wie der Apfel.

Wenn der Satz falsch gebildet wird, wiederholen Sie den Satz in der richtigen Form.
Kind: Mama, Katze Milch trinkt.
Reaktion: Ja, die Katze trinkt Milch. Schau, wie schnell die Katze trinken kann!

5. Wiederholen Sie immer wieder die richtigen Begriffe in einem kompletten Satz.
Auf diese Art der Wiederholung wird einerseits die Aussage des Kindes bestätigt und andererseits können Sie so Ihre Aufmerksamkeit zeigen. Durch die Wiederholungen hört das Kind die richtigen Begriffe und kann sie sich so besser merken. Wenn das Kind nicht ständig verbessert wird, wird die Freude am Sprechen erhalten und es traut sich eher, neues auszuprobieren.

6. Es gibt einen Unterschied, ob die Muttersprache oder eine Fremdsprache erlernt wird.
Beim Lernen der Muttersprache hört das Kind nicht wie bei einer Fremdsprache einzelne Vokabeln, sondern immer ganze Sätze und die Vokabeln im Bezug dazu. Deswegen sollten Sie einzelne Begriffe immer mit anderen Wörtern umgeben, damit das Kind den Zusammenhang erkennen kann. Wenn Sie zum Beispiel eine Birne anbieten, dann sollten Sie nicht nur „Birne“ sagen, sondern einen ganzen Satz oder besser noch eine kleine Geschichte dazu bilden. „Schau, da hast du eine Birne. Die Birne ist grün und hat viele kleine Kerne. Schmeckt dir die Birne gut?“ So kann das Kind die Zusammenhänge besser erfassen und filtert die Teile für sich heraus, die ihm noch neu sind und die es beim Lernen der Sprache gebrauchen kann.

7. Binden Sie das Kind in Alltägliches ein und lassen Sie es so viel wie möglich alleine machen.
Nur, wenn ein Kind selbstständig handeln kann, wird es Erfahrungen sammeln können. Dabei kann es beim Einkaufen ebenso wie beim Kochen, Aufräumen oder Abwaschen mit in Ihre Tätigkeiten eingebunden werden. Während das Kind verschiedene Erfahrungen mit Dingen, Situationen und Gefühlen macht, lernt es „nebenbei“ den richtigen Umgang mit der Sprache. Beschreiben und benennen Sie die Umgebung des Kindes und womit es gerade beschäftigt ist.

8. Interessieren Sie sich für Ihr Kind und hören Sie aufmerksam zu.
Wenn Ihr Kind mit Ihnen spricht, unterbrechen Sie es nicht. Versuchen Sie dabei, eine ruhige Atmosphäre zu schaffen, damit das Gespräch ungestört verlaufen kann. Lassen Sie dem Kind genügend Zeit, um die richtigen Begriffe zu finden.

9. Versuchen Sie, mit Ihrem Kind Blickkontakt zu halten, während es spricht.
Sie zeigen dadurch Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Kind sieht, wie Sie den Mund beim Sprechen bewegen. Somit kann es die Bewegungen leichter nachahmen.

10. Sprechen Sie langsam, deutlich und in kindgerechten Sätzen.
Vermeiden Sie aber dabei Babysprache. Es spielt keine Rolle, ob Sie hochdeutsch oder Dialekt sprechen, denn beides gehorcht den selben Regeln.

11. Animieren Sie das Kind zum Sprechen oder dazu, Fragen zu stellen. Versuchen Sie aber nicht, das sprachliche Können abzufragen. Wenn das Kind gemeinsam mit Ihnen etwas erzählt oder mit Ihnen spricht, macht ihm das viel mehr Spaß als einfaches Nachsprechen.

12. Lassen Sie das Kind nicht zu viel Fernsehen.
Beim Fernsehen findet keine Kommunikation zwischen zwei Teilen statt, sondern das Kind wird berieselt. Diese Berieselung kann den Umgang mit der Umwelt nicht ersetzen.

13. Bieten Sie dem Kind Sicherheit
Dazu gehört ein geregelter Tagesablauf ebenso wie eine feste Bezugsperson oder eine verlässliche Umwelt. Am wichtigsten ist für ein Kind Zuwendung, sie ist viel wichtiger als viel oder teures Spielzeug.  Read more

08.11.2016: Neurofeedbackbericht des MDR

Seit Januar 2015 können die Patienten in unserem Gesundheitszentrum (Stadtmitte Leipzig) die vielfältigen Möglichkeiten des Neurofeedback nutzen. Die Krankenkassen übernehmen auf Basis eines Ergotherapierezeptes die Kosten dafür. Die Erfolge, die wir mit Neurofeedback erzielen, sind beindruckend. Für uns als interdisziplinäres Gesundheitszentrum ist die Neurofeedbacktherapie nicht mehr wegzudenken. Erfolgreich angewandt wird Neurofeedback bei folgenden Krankheitsbildern:

  • AD (H)S
  • Migräne, Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Tinitus
  • Panik- und Angstattacken
  • Burnout
  • Depression
  • Traumata und nach Kopfverletzungen
  • Epilepsie
  • Parkinson
  • Demenz
  • Schmerzpatienten
  • Borderline
  • etc.

 

Weitere Infomationen hierzu erhalten Sie unter Therapiearten / Neurofeedback, hier auf unserer homepage.

 

 

02.11.2016: die Entwicklung der Logopädie in Deutschland

Auf unserer Seite „Aktuelles“ wollen wir zukünftig die Gelegenheit nutzen, einige Leistungsbereiche unserer Therapien intensiver und weitreichender zu beleuchten. Der Start bildet heute die Logopädie.

Was ist Logopädie? Wie hat sich die Logopädie in Deutschland entwickelt? Warum haben immer mehr arcanum-Logopäden einen Studienabschluss? Wo kann ich mich als Logopäde weiterbilden? Bei welchen Störungsfeldern wird die Logopädie erfolgreich eingesetzt?

 

Logopädie in Deutschland

1887 wurden in Potsdam die erste Lehrkurse für “Sprachheilkundler“ angeboten. Früher wurden Logopäden so bezeichnet. Zum Start waren damals 115 Kursteilnehmer angemeldet, die auch alle ihre Ausbildung fünf Jahre später erfolgreich abschließen konnten. 1891 wurde in Berlin die Ambulanz für Sprachkranke als eine der Ersten so genannte Logopädieeinrichtung gegründet und eröffnet. Das Angebot umfasste für Kinder mit Sprachgebrechlichkeiten (die Bezeichnung damals) drei bis viermonatige Kurse von je 1- bis 2-stündiger Dauer. Therapiert wurde in Gruppen. Die maximale Anzahl an Kindern je Kursstunde lag bei 10.

Erst 1918 wurde die Sprechkunde zum akademischen Lehrfach. Aufgrund der Erkenntnisse aus der Psychoanalyse sowie der Individualpsychologie ergaben sich neue Behandlungsansätze und auch Behandlungsmethoden.

Die offizielle Eingliederung in den medizinischen Fachjargon (die medizinische Nomenklatur) erfolge 1924 durch Emil Fröschel. Er war es auch, der ein Jahr später die internationale Gesellschaft für Logopädie gründete. Auch ist es Herrn Fröschel zu verdanken, dass damals in Wien der erste internationale Kongress für Logopädie stattfand. Danach war es nur möglich Logopäde zu werden, wenn die akademische Abschlussprüfung erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Auf die Prüfung erfolgte ein so genanntes “Bewältigungszertifikat“ ohne offiziellen Charakter, das eher dem Wert eines privaten Dokuments glich. Ein Studium war zum damaligen Zeitpunkt noch nicht wirklich möglich.

Ein Meilenstein in der Logopädie gelang 1974 mit der Verabschiedung eines neuen Gesetztes, das Rehabilitationsangleichungsgesetze genannt wurde. Die Folge daraus war, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine logopädische Therapie übernahmen. Im gleichen Jahr wurde eine neue Struktur für die Rehabilitation durch die Rentenversicherungsanstalten erstellt. Die neurologische Rehabilitation besaß auf einmal einen großen Stellenwert und Arbeitsbereich innerhalb der Logopädie.Eine wesentliche gehobenere Ausbildungs- und Prüfungsordnung wurde im Jahre 1977 erwirkt. Auf Basis eines neuen Gesetzes, wurde diese Ordnung im Oktober 1980 verabschiedet. Darauf fußte die Bezeichnung Logopäde bzw. Logopädin als fest zementierter Beruf.

 

Der Beruf des Logopäden wird moderner.

Bis vor wenigen Jahren gab es lediglich Möglichkeit, den Beruf auf Basis einer rein schulischen Ausbildung zu erlangen. Aber in den letzten Jahren gab es immer mehr Studiengänge mit unterschiedlichen Studienarten.

Als eine Möglichkeit, sei das Logopädie-Studium in Vollzeit an unterschiedlichen Hochschulen genannt. Diese Angebote finden sich mittlerweile in vielen Großstädten Deutschlands. Stellvertretend sei an dieser Stelle die Hochschule Hannover erwähnt, an der ein MBA erworben werden kann.

Wodurch zeichnet sich dieses Studium aus und wie ist es gestaltet? Das Studium weißt einen intensiven Bezug zur Praxis auf. Prägende Merkmale sind die engen wirtschaftlichen Kooperationen und die fächerübergreifenden Hochschulprojekte.

Auch an einer Universität kann ein ausbildungsintegrierender Studiengang absolviert werden. Interessant ist, dass einige Universitäten die Möglichkeit anbieten, ohne separate Ausbildung direkt ins Studium einzusteigen. Die wissens- und methodenbasierte Ausbildung steht im universitären Mittelpunkt der forschungsorientierten Lehre.

Den Master-Abschluss zu erlangen, ist an der Europäischen Fachhochschule (EUFH) möglich. Ausbildungsintegrierende sowie berufsbegleitende Studiengänge mit starker Innovation bieten die Möglichkeit, eine professionelle Ausbildung mit einer wissenschaftlichen Expertise zu verbinden. Eine akademische Ausbildung für sehr gut qualifizierte Fachkräfte, die immer gesucht werden.

Die RWTH Aachen bietet an, den Bachelor als ausbildungsintegriertes Studium zu erwerben. Danach besteht die Möglichkeit, den Master Lehr- und Forschungslogopädie zu erwerben. Auch ein duales Studium ist möglich.

 

Die heutige Ausbildung enthält folgende Kernbereiche

Logopädische Störungsbilder sowie medizinische Grundlagen und Redeflussstörungen. Auditive Wahrnehmungsstörungen, Statistik sowie Anamnese, Diagnostik und Intervention sind weitere Kernthemen der Ausbildung zum Logopäden. Auch die Bereiche Sprachstörungen bei Kindern unterschiedlichen Alters sowie Schluckstörungen und Stimmhygiene und Stimmbildung müssen als Kernfächer belegt werden.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich in folgenden Bereichen zu spezialisieren: Sprach- und Kommunikationswissenschaften sowie Psychologie und Pädagogik. Auch die Neurolinguistik und Neuropsychologie aber auch die Soziologie und die Ethik gehören zu den Spezialisierungsbereichen.

Diese heutigen Ausbildungswege und Ausbildungsinhalte mit den erwähnten unterschiedlichen Studienmöglichkeiten zeigen auf, welchen Entwicklungsweg die Ausbildung zum Logopäden seit ihren ersten zaghaften Schritten im Jahr 1886 durchlaufen hat. Heute ist der Beruf des Logopäden in der Behandlung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ein fester Bestandteil der medizinischen Behandlung und Rehabilitation.

Behandelt werden schließlich alle Formen der stress- und krankheitsbedingten Sprech-, Sprach- und Schluckbeschwerden. Ganz gleich, ob die Beschwerden auf einer Fehlentwicklung, einen Unfall oder einen krankheitsbedingten Verlauf beruhen.

 

Die Tätigkeitsbereiche der modernen Logopädie

Störungen im Bereich der Sprache und des Sprechens sowie Stimm- und Schluckstörungen, häufig durch Schädigungen des Gehirns, gelten als die Tätigkeitsschwerpunkte der Logopäden in der Behandlung von Erwachsenen.

 

Behandelt werden somit folgende Störungsbilder:

Aphasie (Sprachstörung durch Hirnschädigung)

Artikulationsstörung

Auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung

Myofunktionelle Störung

Schluckstörung

Sprachentwicklungsstörung

Stimmstörung

Stottern und Poltern